Das Osterbrot – Spezialität zum Osterfest

Ein besonderes Backwerk zum Abschluss der Fastenzeit

15.01.2010 Harald Rossa

Mit dem Osterbrot wurde am Ostersonntag die Fastenzeit beendet.

Das Osterfest markiert das Ende der Fastenzeit. Da nimmt es nicht wunder, dass zu diesem Anlass des Fastenbrechens besondere Speisen auf den Tisch gebracht werden. Dazu zählen neben anderen Spezialitäten das Osterlamm und das Osterbrot.

Die Tradition des Osterbrotes

In vielen Regionen war es ein verbreiteter Brauch, dass zu Ostern ein frisches und selbstgebackenes Brot zur Speisenweihe in den Gottesdienst getragen wurde. Dieses Brot eröffnete dann das Fastenbrechen am Ostersonntag.

Osterbrote gibt es in vielen Varianten. In jeder Region gibt es ganz unterschiedliche Rezepte, Formen und Namen für das Osterbrot. Die Bandbreite reicht von herzhaften Varianten als Begleiter des Osterbratens bis zu eher süßen Rezepturen, die an Stollen der Früchtebrote erinnern, und daher eher am Nachmittag zum Festtagskaffee verzehrt werden.

Rezept für ein süßes Osterbrot

Der klassische Hefeteig kommt hier zum Zug. Das ist wegen der mehrfachen Ruhezeiten für das Gehen des Teiges vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß. Aber führt doch zu sehr schmackhaften Ergebnissen.

Zutaten für den Teig:

  • ½ Liter Milch
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 150 Gramm Zitronat
  • 250 Gramm Sultaninen
  • 100 Gramm gehackte Mandeln
  • 4 Zentiliter Rum (2 Schnapgläschen)
  • 1 Kilogramm Mehl
  • 50 Gramm Hefe
  • 200 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 2 Eier·
  • 1 gestrichener Teelöffel. Salz

Zutaten zum Bestreichen und Bestreuen:

  • 100 Gramm Butter·
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker

Arbeitsschritte:

  1. Die Milch erwärmen. Die Schale von der Zitrone abreiben. Das Zitronat, die Mandeln und die Sultaninen in dem Rum einweichen. Den Zucker und Vanillinzucker gut mischen.
  2. Das Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Vertiefung bilden. Die Hefe in die Vertiefung geben und mit lauwarmer Milch auflösen. Diesen Vorteig mit Mehl bestreuen und zugedeckt eine viertel Stunde einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Die Butter schmelzen und mit dem Zucker, den Eiern, dem Salz und der Zitronenschale mischen. Wenn die Oberfläche des Vorteiges Risse zeigt, dann die Buttemischung dazu geben und alles zu einem glatten Teig schlagen. Den ebenfalls zugedeckt 10 bis 15 Minuten gehen lassen.
  4. Dann werden die eingeweichten Früchte eingearbeitet und der fertige Teig sollte noch einmal 10 bis 15 Minuten gehen.
  5. Aus dem Teig werden zwei runde Brote geformt. Das Backblech wird mit Karton belegt, damit die Unterseite der Brote nicht zu dunkel wird. Auf die Pappe Pergamentpapier legen und einfetten. Die Brotlaibe auf das Blech legen, mit einem Tuch abdecken und noch mal 10 bis 15 Minuten gehen lassen.
  6. Den Backofen auf 220°C vorheizen. In die Brote ein Kreuz in die Oberfläche schneiden und 40 bis 50 Minuten backen.
  7. Zum Ende der Backzeit die Butter schmelzen und die noch heißen Osterbrote damit rundum bestreichen und sofort mit der Zuckermischung bestreuen.

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