Schmalznüsse mit IngwerWeihnachtsgebäck mit exotischem Flair
Schmalznüsse sind im Winter ein beliebtes Gebäck. Selbst traditionelle Rezepte lassen sich variieren, wie hier gezeigt wird.
Schmalznüsse sind ein winterliches Gebäck aus alter Zeit. Wer wann die Schmalznüsse erfunden hat, ist nicht bekannt. Schlesier reklamieren dies ebenso für sich wie Bayern, Friesen oder Dänen. Eben so wenig ist bekannt, warum Schmalznüsse so heißen, wie sie genannt werden. Klar, sie enthalten Schmalz, womit meist aufbereitetes Schlachtfett von Schweinen oder Gänsen gemeint ist. Aber Nüsse sind in Schmalznüssen nicht enthalten. Selbst die Form des Gebäcks erinnert nur sehr entfernt an Nüsse. Schmalznüsse enthalten Schmalz aber keine NüsseDer Teig besteht grundsätzlich aus Mehl, Schweineschmalz, Zucker, Hirschhornsalz und Kochsalz. Schmalznüsse gibt es weiß und braun, je nachdem ob man Kakao in den Teig gibt oder nicht. So gut wie unbekannt ist eine exotische Variante, die dazu gesund und gut verdaulich ist. Schmalznuss-Rezept mit IngwerFolgende Zutaten werden benötigt: 250 g Schweineschmalz 250 g Zucker 75 g frisch geriebenen Ingwer 1 Prise Salz (Kochsalz) 1 Teelöffel Hirschhornsalz 500 g Mehl Aus diesen Zutaten wird ein mürber Teig gerührt. Diesen lässt man mindestens eine Stunde ruhen. Dann formt man Kugeln von etwa drei Zentimeter Durchmesser, drückt diese mit dem Handballen flach und mit dem Daumen eine kleine Mulde hinein. Diese Kugeln kommen auf ein ungefettetes Blech. Man kann Backpapier oder eine Backunterlage aus Silikon darunter legen. Bei 175 Grad Celsius werden die Schmalznüsse etwa zehn bis fünfzehn Minuten goldgelb gebacken. In einer Keksdose aus Blech können die Schmalznüsse – mit Lagen von Backpapier getrennt – optimal aufbewahrt werden. Ingwer – exotisch und doch lange bekanntIngwer ist eine ausdauernde, bis einen Meter hohe, krautige, einkeimblättrige Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Man kultiviert den Ingwer wegen seiner fleischigen, knollig verdickten langen Wurzelstöcke, die oft durch Einschnitte gegliedert und an beiden Seiten abgeflacht sind. Die Vermehrung erfolgt nur vegetativ durch Teilstücke des Wurzelstocks. Ingwer ist eines der ältesten Gewürze der Tropen. Das Gewürz wird schon in den ältesten chinesischen Schriften und in altindischen, in Sanskrit geschriebenen Aufzeichnungen, erwähnt. Auch die alten Griechen und Römer kannten den Ingwer bereits. In die Küchen des europäischen Adels hielt der Ingwer jedoch erst im Mittelalter seinen Einzug. Heute ist er fast jedem gut geführten Supermarkt erhältlich. Die bedeutendsten Produktionsländer sind Indien, China und Japan, aber auch auf Jamaika und in Westafrika wird die geschätzte Heil- und Gewürzpflanze kultiviert. Der Ingwer gedeiht vor allem in leichten, aber humosen und ausreichend feuchten Böden der Tropen. Direkte Sonnenbestrahlung verträgt er nicht; er wird daher für gewöhnlich im Schatten anderer Kulturen gepflanzt. Sobald die oberirdischen Teile absterben, werden die Wurzelstöcke ausgegraben, gewaschen, getrocknet und weiter aufbereitet. Ingwer hilft der VerdauungNur frischer Ingwer ist aromatisch. Getrocknetes Ingwerpulver ist vorwiegend scharf. Ingwer enthält unter anderem etwa zwei Prozent ätherisches Ingweröl und Gingerol, das den scharfen Geschmack des Ingwers bestimmt und fette Speisen zu verdauen hilft. Zahlreiche Gewürzmischungen und -zubereitungen, wie Currypulver und Currysoße, enthalten gemahlenen Ingwer. Außerdem wird Ingwer in Likören, in der Bäckerei und Zuckerbäckerei zur Herstellung von Lebkuchen und Biskuits verwendet. In Asien wird mit Vorliebe frischer oder eingelegter Ingwer benutzt; in England und den Vereinigten Staaten dient Ingwer zur Bier- (Ingwerbier) und Limonadenherstellung. Ingwer passt zu fast allen exotischen Gewürzen. Zu aromatischen Kräutern passt er nicht. Ingwer als frische Wurzel, eingelegt, kandiert oder als Pulver, ist eine Herausforderung an experimentierfreudige Köchinnen und Köche. Der charakteristische scharfe und zugleich würzige Geschmack passt gut zu Geflügel, Fleisch und Fisch, ebenso zu Obstsalaten (vorzugsweise Äpfel, Bananen) und Fruchtkompotten. Und eben auch zu Schmalznüssen.
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